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Herbscht-Fescht 10. / 11. Oktober 2008

Bericht vom Freitag Abend - Zofinger Tagblatt / MLZ; 13.10.2008

Urchig-rockiges Herbscht-Fescht

Kölliken
Die Mehrzweckhalle war zwar nur halb voll, die Stimmung war trotzdem gut
Es war einfach grosses Pech für die Organisatoren vom Herbscht-Fescht, dass ausgerechnet an diesem Wochenende auch die «Eventik» in Zofingen stattfand. Doch trotz bescheidenem Besucheraufmarsch liess man sich die Stimmung in Kölliken nicht vermiesen.

FABIENNE SCHNEIDER

Das Datum für das diesjährige Herbscht-Fescht hatten die Organisatoren vom Verein BoA bereits Anfang Sommer festgesetzt. Damals konnte noch niemand wissen, dass die «Eventik» in Zofingen ausgerechnet am selben Wochenende stattfinden würde. «Das ist halt einfach Pech. Und dass die <Eventik> dieses Mal auch noch Gratiseintritt hat, macht das Ganze für uns halt noch schwieriger», meint Vereinspräsident Andy Häfeli.
Um Punkt 21 Uhr ist Türöffnung für das Herbscht-Fescht in der Mehrzweckhalle in Kölliken. Ungefähr eine Stunde, bevor die Band Schwiizer-Fäger zu spielen anfängt. Leider tröpfeln die Partyhungrigen nur sehr langsam herein. Und auch als schliesslich um 22.15 Uhr die Band die Bühne betritt, ist die Halle noch nicht einmal zur Hälfte gefüllt. «Wir rechnen damit, dass noch bis nach 23 Uhr Leute eintreffen werden. Voll wirds aber kaum.» Andy Häfeli weiss, dass er und seine Kollegen vom Verein BoA (die Abkürzung für «Badi-Open-Air») dieses Jahr kaum an ihre besten Zeiten anknüpfen können. Um die 700 Personen konnten sie in der Vergangenheit schon an ihre Partys in der Mehrzweckhalle locken. Vergangenen Freitag wurden es nur knapp 200.

Zum ersten Mal mit Live-Band


Das Herbscht-Fescht findet dieses Jahr bereits zum dritten Mal statt, zum ersten Mal jedoch mit Live-Band. Die «Schwiizer-Fäger» sind eine junge Band aus dem Emmental, welche unter anderem vom Grand Prix der Volksmusik 2008 bekannt ist. Ihren Sound bezeichnen sie als urchig-rockig und bewegen sich damit zwischen aktueller Schweizer Mundart und traditioneller Volksmusik.
Die Band spielt den ganzen Abend bis zur offiziellen Türschliessung um 2 Uhr. Obwohl sie wahrscheinlich auch lieber vor vollen Rängen spielen, lassen sie sich nichts anmerken und versuchen immer wieder, den anwesenden Partygästen so richtig einzuheizen. Dankbar für die Unterhaltung machen auch fast alle mit. Und besonders wenn Klassiker wie «Ewigi Liebi» oder «Ein Stern, der deinen Namen trägt» angestimmt werden, könnte man der Lautstärke nach zu urteilen meinen, die Halle sei voll.

Mehrheitlich noch sehr jung

Der Eintritt für das Herbscht-Fescht vom Freitagabend ist bereits ab 16 Jahren. Partys auch für noch nicht Volljährige anzubieten, sei eigentlich eine Grundidee des Vereins gewesen. Deshalb hätten sie beschlossen, das bis heute so beizubehalten. «Wir kamen damals alle frisch aus der Schule und wussten selber, wie doof man es als 16-Jähriger findet, wenn alle guten Partys erst ab 18 sind», so Andy Häfeli. So ist denn auch der Grossteil der Partygäste erst zwischen 16 und 18 Jahren. Zum ersten Mal hat die BoA auch eingeführt, dass der Eintritt für über 30-Jährige gratis ist. «Wir hofften, damit auch die etwas älteren Leute aus der Region anzulocken.» Tatsächlich kamen aber nur sehr wenige Ü30er.
Am Samstagabend sollte mit der «Red-Night» der zweite Teil des diesjährigen Herbscht-Feschtes folgen. Im Gegensatz zum Freitagabend ist dann der Eintritt erst ab 18. Für die Musik zuständig ist DJ Thomsen vom BoA-Team, welcher kurzfristig für den eigentlich geplanten und leider erkrankten DJ Martin Ackle einspringen musste.

Grosses Fest im Sommer

Direkt nach dem Herbscht-Fescht 2008 wird der Verein BoA mit der Planung ihrer nächsten Party beginnen. Die Badi in Kölliken feiert nächstes Jahr ihr 30-jähriges Bestehen, und BoA übernimmt die Organisation für das dazugehörige Fest. Genaues steht laut Andy Häfeli noch nicht fest. Es soll jedoch eine richtig grosse Sache werden, welche wahrscheinlich vor den Sommerferien zwei ganze Wochen dauern wird.



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